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Gegen die kommerzielle Verblödung der Fotografie! / Against the commercial stupefaction of photography!

Bilderwelten 1-5

Es wird Zeit auf denjenigen gebildeten Herren im Rentenalter zu sprechen zu kommen, der vor ein paar Jahren bei mir das Nachdenken über die eigene Fotoproduktion angestoßen hat. Der Blog hieß `photosubversive´ und muss so um 2014 bei wordpress erschienen sein. Inzwischen ist er leider gelöscht. Ich bin in der glücklichen Lage ihn trotzdem nachlesen zu können, weil ich mir das alles zur besseren Lesbarkeit ausgedruckt habe. Das Ganze geht von einer einfachen und scheinbar harmlosen Beobachtung aus:

In der Amateurfotografie dreht sich alles um das `Motiv´ bzw. um das, was für ein solches gehalten wird. Der allgemeine Sprachgebrauch verrät es. Man sucht schöne Motive, man bekommt sie versprochen, die fotografische Lehrliteratur ist nach Motivkategorien geordnet und ebenso der Content der Foto Communities und der Bilderplattformen im Internet.“

„And so what?“

könnte man fragen aber da zeigt der Autor mit einem geschichtlichen Rückblick wie die ursprüngliche Funktion der Fotographie, wie sie zum Beispiel mein Vater  noch fröhlich praktiziert hat verloren ging. Bis in die sechziger Jahre reichte den meisten Amateuren eine Knipse mit einem 35 oder 50mm-Ojektiv voll aus für die Erinnerungsbilder, die dann ins Album geklebt wurden. Mit dem Erschwinglichwerden der Spiegelreflexkameras mit Blitz und Objektiven suchten sich die Amateure immer weitere Gebiete der Betätigung fernab vom Dokumentarischen. Mit dem Aufkommen der digitalen Technik in den Nuller-Jahren wanderten die Hardware(und später auch Software)-Konsumenten immer weiter in verschiedenste Spezialgebiete ab und die Zahl der gemachten Bilder explodierte. Kein analoges Album konnte das noch fassen. An dessen Stelle traten die Fotoplattformen.

„So what?“

könnte man hier schon wieder fragen aber auch hier zeigt der Autor stringent wie dieser Trend dazu führt dass Lebenswirklichkeit ausgeblendet wird und man sich in Blümchenwelten  verliert. Das Dokumentarische wird, wenn es nicht sensationell ist, nicht als photographierenswert geschweige denn als veröffentlichungswert angesehen. Diese etwas bildungsferne und genregebundenen Ästhetik führt zu einer Einengung des Blickfeldes, die aber den Hobby-Fotografen nicht stört, da er ja seien Spielfeld klar abgesteckt hat. Als weitere Kriterien für eine typische marktgesteuerte Amateurästhetik wird noch die Beschränkung auf das Einzelbild herausgearbeitet. Die Auseinandersetzung mit dem Abgelichteten und die thematische Fokussierung, die notwendige Voraussetzung für die Entwicklung und Durchführung von Projekten sind, werden eher gescheut. Das einzelne Bild muss genügen. Einzelbilder liefert der wunderbare Apparat ja dauernd und diese Trophäen bringen bei Gelingen Lob und Anerkennung in der Community. Sie zu sichten und mehr als eine Genreeinordnung vorzunehmen würde ja geistige Arbeit erfordern.

„What ?“

Ein weiteres Merkmal, das herausgestellt wird ist die Vorliebe fürs Detail. Diese ist wahrscheinlich dem Bedürfnis der Foto-Industrie geschuldet mehr als nur ein Normal- und ein Weitwinkelobjektiv an den Mann zu bringen. In den Rucksack eines echten Jägers gehört eben auch ein Tele mit möglichst vielen Millimetern und möglichst hoher Lichtempfindlichkeit, am besten in Weiß mit rotem Ring und so groß dass man es kaum halten geschweige denn freihand sinnvoll einsetzen kann. Hoppla ist auch noch ein Stativ dazu verkauft. Das führt zu weitgehend kontextfreien Bildern, Details aus dem Stadtleben oder endlosen Variationen von verrosteten Oberflächen.  Ich habe diesem Wahn auch eine Zeitlang angehangen, hab dann mein 300er Tele verkauft und es nie wieder vermisst.

„?“

Wen man den Text liest merk man natürlich schnell dass man es mit einem Anhänger handwerklich gut gemachter Reportagephotographie zu tun hat, der mit seinen Bilder bei der ursprünglichen Bestimmung der Photographie bleiben will,  der Darstellung unserer Lebenswelt. Einem der versucht hat dies auch auf den Fotoplattformen und Communities zu zeigen und anerkannt zu bekommen und damit gescheitert ist. Diese Plattformen sind gnadenlos Einzelbildorientiert und selbst wenn man Serien einstellt wird eben doch nur das Einzelbild berücksichtigt. Soweit auch meine Erfahrung. Für solche Bilder  oder die Einfahrten von Harald  bekommt man da keine Anerkennung.

Picture worlds 1-5

It’s time to talk about the retired educated gentlemen who put me on the tracks of thinking about my own photo production a couple of years ago. The blog was called `photosubversive’ and was published at wordpress in about 2014. Meanwhile, the blog is unfortunately deleted. I am fortunate enough to be able to read it anyway because I have printed it all out for better readability. The whole thing is based on a simple and seemingly harmless observation:

“Amateur photography is all about the ‘subject’, or what is believed to be one. The general language usage shows it. You look for beautiful motives, they are promised to you, the photographic teaching literature is arranged according to subject categories and so is the content of the photo communities and the image platforms on the Internet. “

 

“And so what?”

one might ask, but there the author shows with a historical retrospect that the original function of the photograph, as it for example my father  still happily practiced is almost lost. Until the sixties, most amateurs were using a simple cam with a 35mm or 50mm lens for the memory images, which were then pasted into the album. With the affordability of the SLR cameras with flash and lenses, the amateurs sought more and more areas of activity away from the documentary. With the advent of digital technology in the 1990s, hardware (and later software) consumers continued to migrate to a variety of specialized areas and the number of images exploded. No analogue album could handle it. In its place came the photo communities and platforms.

“So what?”

one could ask again here but also here the author shows stringently how this trend leads to the fact that life reality is hidden and one loses oneself in flowery worlds . The documentary, if it is not sensational, is not considered to be photographable let alone published. This somewhat education-distant and genre-bound aesthetics leads to a narrowing of the field of vision, which does not bother the amateur photographer, since he has clearly staked the playing field. As a further criterion for a typical market-driven amateur aesthetics, the restriction to the single image is worked out. The confrontation with the taken image and the thematic focus, the necessary condition for the development and implementation of projects, are rather spared. The single picture has to suffice. Still, the marvelous apparatus delivers individual pictures and these trophies bring success and recognition in the community. Looking at them and doing more than a sorting of genres would require mental work.

“What?”

Another feature that is highlighted is the preference for detail. This is probably due to the need of the photo industry to bring more than just a normal and a wide-angle lens to the market. In the backpack of a real hunter there hast to be a telephotolens with as many millimeters and the highest possible sensitivity to light, preferably in white with a red ring and so big that you can hardly hold it, let alone use  freehanded. Oops, another tripod is sold. This leads to largely context-free images, details of city life or endless variations of rusty surfaces. I also did cling to this delusion for a while, then sold my 300 telephoto and never missed it again.

“?”

If you read the text, you soon realize that you are dealing with a proponent of well-crafted reportage photography, who wants to stay with his pictures in the original definition of the photograph, the representation of our lifeworld. One who tried to show this on the photo platforms and communities and to get recognized and failed. These platforms are mercilessly frame-oriented and even if you post series only the single image is considered. So far this is also my experience. For pictures as these or the driveways of Harald you get no recognition.

 

14 Comments

  1. Harald S.

    Noch ein Kommentar zu dem Bild. Es zeigt die Fensterfront eines geschlossenen Ladengeschäfts. Die Mosaik-Kacheln, der Türgriff deuten auf die Entstehungszeit hin: späte 50er-, frühe 60er-Jahre. Damals war ein solches Ladengeschäft eine sichere Existenzgrundlage für eine Familie. Das änderte sich spätestens ab der 90er-Jahre. Es bildeten sich immer größere Konzentrationen im Einzelhandel. Supermärkte und Einkaufszentren. Die kleinen Ladengeschäfte konnten mit der Preisentwicklung nicht mithalten, wurden unrentabel. Die Preise sanken. Gleichzeitig änderten sich die Geldflüsse. Das Geld, zirkulierte vordem weitgehend im Ort. Der Ladenbesitzer zahlte dort seine Steuern und kaufte hier auch seinen weiteren Bedarf ein. Nun aber floss das Geld weg von der kleinen Stadt, hin zu anomymen Kapitalgesellschaften. Die kleinen Gemeinden hatten weniger Steuereinnahmen. Den Großen ging es auch nicht viel besser.
    Das Bild des geschlossnen Ladens ist ein politisches Bild.

    • Rolf

      Ja, es ist ein politisches Bild, aber nur dann wenn es in einem Zusammenhang verwendet wird in dem es such als politisch erkannt werden kann. Und das ist ja genau der Inhalt des zitierten Blogs. Die schmerzhafte Erfahrung daß die Botschaft in den gängigen Formaten fast völlig ungehört verhallt.
      Es ist auch ein sentimentales Bild . Nicht im abwertenden Sinne gemeint. Es zeigt etwas Verschwindendes . Insofern passend zu einem höheren Lebensalter, in dem das Verschwinden eine teilweise unangenehm persönliche Note bekommt. Roland Barthes hat diesen Aspekt in der “hellen Kammer” ja ausführlich gewürdigt. Der Autor des Blogs hat ja neben allen Invektiven gegen die Hobby-knipser auch gezeigt, dass trotz allem auch auf Flickr noch einige “Aufrechte” unterwegs sind. Vieleicht können wir diesen positiven Aspekt bei Gelegenheit noch behandeln.

  2. JOHNDOE

    Ich schreibe ein Buch in deutsch und mache eine Lesung auf deutsch in China. Dann wundere ich
    mich, dass ich keine Anerkennung bekomme. Wenn ein Fotograf seinen Personenkreis ansprechen
    möchte und dann nicht dessen Sprache spricht, tut mir leid, dann ist es für mich ein schlechter
    Fotograf. Klar die Bilderflut ist nicht von Vorteil, aber dann muss er halt neue Möglichkeiten der Kommunikation finden.

    • Harald S.

      Ich bin mir sicher, dass das kein individuelles Problem ist. Es ist ein kulturelles und gesellschaftliches. Ob es ein neues Problem ist, da bin ich mir nicht sicher. Franz Liszt war nicht nur Komponist, sondern auch ein gefeierter Konzertpianist. Er hat sich manchmal Scherze mit seinem Publikum erlaubt. Er hat ein Stück als von Beethoven komponiert angekündigt und dafür Begeisterungsstürme erlebt. Ein anderes Stück hat er einem weitgehend unbekannten Komponisten zugeschrieben. Entsprechend kritisch und zurückhaltend war die Reaktion des Publikums. Tatsächlich war es aber genau umgekehrt. Die Urteilskraft war auch früher schon schwach.

    • Rolf Norgaard

      Was für Möglichkeiten siehst Du da? (ist Du ok?) Das ist ja auch eines der Anliegen dieser Seite eine andere mehr zur Kommunikation anregende Form der Präsentation zu finden.
      Der Vergleich mit der fremden Sprache hinkt ein wenig. Ist es ja so, dass Bilder an und für sich für Jeden verständlich sein sollten. Aber eben nicht in jeder Verwendung, nicht in jedem Kontext. Es ist eher so wie wenn ein Komponist der neuen Musik unbedingt durchsetzen wollte, dass seine Stücke im Popradio gespielt werden. Und dann drüber schimpft dass er statt Anerkennung eher Ablehnung oder sogar Feindseligkeit erntet.

      • JOHNDOE

        Mit der Sprache in meinem Beispiel gebe ich Ihnen recht, der Vergleich ist zu extrem. Nachdem ich den Text zu dem Bild gelesen habe, bin ich der Meinung, dass die Aufnahme nicht sehr
        gelungen ist. Die Mosaikfliesen konnte ich leider nicht als diese erkennen. Auf den ersten
        Blick, sahen die bunten Fliesen aus, wie die Köpfe von Dämmstoffdübeln, die Mosaikfliesen konnte ich leider nicht erkennen. Die Aufnahme in monochrom hätte die Konturen besser zur Geltung gebracht und mich auch ein wenig in diese Zeit versetzt. So ein Bild kommt ohne Bearbeitung nicht aus. Das Bild darf durch die Bearbeitung nicht manipuliert werden, aber ich finde Farb- und Kontrastanpassungen sind auf jeden Fall notwendig, um beim Betrachter auch mehr Gefühle auszulösen. Als Fotograf darf man den Betrachtern nicht einfach ein Bild hinklatschen, man muss sie durch das Bild führen. Er muss dabei bei der Wahrheit bleiben, muss aber auch verschiedene Dinge hervorheben, damit sie erkannt werden. Leider sah ich in den Einfahrten-Bildern von Herrn Harald S. auch nichts besonderes (sorry). Es sind Bilder wie wir sie wahrscheinlich täglich sehen, wenn wir durch die Stadt laufen. In den Bildern fehlt noch eine Botschaft, die dem Fotograf wichtigen Dinge müssen hervorgehoben werden. Anders sieht es bei den Tankstellenbildern aus. Und nun kommt wieder die Sprache ins Spiel. Der Fotograf muss mit seinen Bilder sprechen. Klar, er kann nicht alle ansprechen, aber er muss auch mehr tun, als nur auf den Auslöser zu drücken. Wenn ein Fotograf einen Personenkreis ansprechen möchte, mus er dessen Sprache sprechen. Wenn er diese nicht kann, darf er sich nicht beklagen wenn er nicht oder nur teilweise verstanden wird.

        • Rolf Norgaard

          Da muss ich nochmal drüber nachdenken. Ich bin bei dem Bild davon ausgegangen, dass ich bei einem sozusagen dokumentarischen Bild möglichst wenig eingreifen darf und habe das originale jpg hochgeladen, das zudem noch aus einer Zeit stammt als ich auch bei den grundsätzlichen Bearbeitungsschritten (Kontrast, Schärfen etc.) sehr sparsam war. Jetzt muss ich angesichts der Kritik zugeben, dass doch soviel an dem Bild gemacht werden sollte , dass das Dokumentierte dem Betrachter auch deutlich wird..

          • JOHNDOE

            Ich möchte die eingestellten Bilder kritisch betrachten. Falls es Eure Bilder sind möchte ich Euch bitten die Kritik nicht persönlich zu nehmen.
            Das Bild vom Ladengeschäft wirkt auf mich, als ob es im Vorbeigehen gemacht wurde. Ich möchte behaupten, dass Du erst im nachhinein die “Geschichte” darauf gepackt hast. Ich hätte wahrscheinlich das gleiche Bild aufgenommen. Hätte ich vorher schon die Geschichte im Kopf gehabt, hätte ich mich mit dem Motiv näher beschäftigt. In dem Fall hätte ich die Perspektive geändert und das Ladengeschäft ein wenig von der Seite fotografiert, so dass auch mit Licht und Schatten ein räumlicher Eingang zur Tür entstanden wäre. Ich glaube die Moasikfliesen wären dann auch besser zur Geltung gekommen. Das große Schaufenster hätte ich gegebenenfalls beschnitten, so dass möglichst nur das Ladengeschäft darauf ist und nur das wesentliche dargestellt wird. Die Hausfassade ist in diesem Fall störend, da sie vom eigentlichen Motiv ablenkt.
            Mit den Hofeinfahrten von Harald S. sehe ich es genau so. Hier würde ich sagen, diese wurden auch im Vorbeigehen gemacht und dann erst ist die Idee entstanden. Aber diese Entwürfe müssen verfeinert werden, so wie er es mit seinen Tankstellenbildern macht. Erst dann können die Bilder Botschaften übermitteln.
            Bin gespannt, ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag.

        • Harald S.

          Hallo John, an den Einfahrten bin ich oft vorbeigegangen, dann fielen Sie mir auf, und dann bin ich wieder hingegangen und haben mir überlegt, wie ich sie fotografiere. Und das habe ich dann gemacht. Ich wollte keinen “schönen” Bilder machen. Das kann ich schon (Kuckstu hier: https://www.flickr.com/photos/hwspies/albums/72157659469790233) Es geht mir inzwischen darum, mehr Wirklichkeit zu sehen und festzuhalten.

          • JOHNDOE

            Hallo Harald, auch wenn es sich um dokumentarische Bilder handelt, bin ich der Meinung, dass eine Bildbearbeitung legal und auch notwendig ist. Hier möchte ich auch klar zwischen Bildbearbeitung und Bildmanipulation unterscheiden. Eine Manipulation ist bei dokumetarischen Bildern ein no-go. Aber eine Bildbearbeitung machen wir eigentlich schon beim Fotografieren. Nehmen wir mal einen Urlaubskatalog als Beispiel und nehmen an, dass die Bilder von den Hotels unbearbeitet sind (was wahrscheinlich nie der Fall ist). Auf dem Bild ist ein wunderschönes Hotel zu sehen und ich entscheide mich zu buchen. Am Hotel bin ich dann enttäuscht, den drum herum ist eine riesige Baustelle und die Häuser bestehen nur aus Ruinen. Zeigt das Bild im Katalog nun die Realität, denn es wurde ja nicht bearbeitet? Ja, aber durch die Auswahl des Bildausschnitts hat der Fotograf eigentlich schon eine Bearbeitung durchgeführt und Dinge ausgeblendet. Dir ist an den Einfahrten etwas aufgefallen, sonst hättest Du Dich nicht dafür entschieden sie zu fotografieren. Aber was ist Dir aufgefallen? Der Betrachter muss dort hingeführt werden. Auch durch dokumentarische Bilder muss man führen. Ohne den Bildinhalt zu verändern gibt es verschiedene Möglichkeiten (monochrom, Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Unschärfe,…). Nehmen wir mal die Bilder von Dominique Grosse (oje, ich gehe schon zum nächsten Fotografen). Die Bilder waren alle monochrom, was natürlich in dieser Zeit nicht anders möglich war. Durch das Einfärben erlangen diese Bilder Lebendigkeit. Wenn man es genau betrachtet sind die Bilder aber manipuliert worden. Für mich ist dies noch OK, aber die Grauzone beginnt hier schon, denn es ist nicht möglich einem Helligkeitswert die richtige Farbe zuzuweisen. Die Farben der Kleidungsstücke sind demnach wahrscheinlich erfunden. Aber sind diese in dieser Dokumentation wichtig. Ich würde sagen nein, daher ist es für mich auch legal. Aber die Dokumentation, der “Lebendigkeit der Personen”, wird dadurch hervorgehoben.
            Ich finde die Einfahrten ein schönes, aber auch schwieriges Projekt. Wenn bei diesem Projekt auch keine “schönen” Bilder enstehen, so müssen sie aber dennoch geführt sein. Ein geführtes Bild weckt Interesse zum Betrachten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn Du dieses Projekt weiterführen würdest und die Bilder mal hier in der Galerie erscheinen würden.

  3. Harald S.

    Der Text des photosubversiven ist nichts für schwache Nerven. Er stellt dem Leser unangenehme Fragen und stellt ihn damit vor noch unangnehmere Entscheidungen. Im Grunde genommen kann eine Kamera ein mächtiges Werkzeug sein – oder ein ganz harmloses Speilzeug. Man kann weiterhin das tun, was die Mehrheit macht – hübsche Bilder eben, oder versuchen, Wirklichkeit zu zeigen. Die Wirklichkeit wird immer subjektiv empfunden und ist politisch – es sei denn, man hält das Werbe-Wunderland für wirklich. Das Bewusstsein des Fotografen macht den Unterschied.

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