Nicht zum ersten Mal laufen mir ihre Bilder über den Weg und nicht zum ersten Mal bin ich einerseits fasziniert und frage mich andererseits, wie man sich diesem Werk wohl nähern könnte. Beim Fahren auf der Autobahn kam mir die Idee es doch mal mit Lyrik zu versuchen.
Jessica Backhaus (*1970) studiert in Paris Fotografie und wird Schülerin von Gisèle Freund. Sie arbeitet als Fotoassistentin in New York und lebt heute in Berlin. Wir folgen ihrem Weg anhand der in Frankfurt gezeigten Serien.
This isn’t the first time I’ve come across her photographs, and it isn’t the first time I’ve found myself both fascinated and wondering how one might approach this body of work. Whilst driving along the motorway, it occurred to me to try my hand at poetry.
Jessica Backhaus (b. 1970) studied photography in Paris and became a student of Gisèle Freund. She worked as a photographic assistant in New York and now lives in Berlin. We trace her journey through the series exhibited in Frankfurt.
Translated with the help of DeepL.com
Jesus and the Cherries (2005)
Netno in Westpommern
Althergebrachte Spuren und
Zeichen neuer Zeit
ein rosa Kissen und ein Kreuz
ein Mädchen
Sonne im Gesicht
Mickey und Minnie auf dem T-Shirt
Once, Still and Forever (2009-2012)
Verstohlene, intime Blicke
in die trivialsten Winkel
von Schubladen und Becken
Der Duft von Rosmarin
im Abendlicht und Farbenspiel
von längst vergessenen
Küchenecken
A Triology (2015-17)
Jenseits von Blau windet sich
ein Faden auf seiner Suche
Ziehende Wolken könnten es sein
in eigenartigen Formen
Ein neuer Horizont
entzieht sich sanft
dem Kontext suchenden Auge
The Nature of Things (2021)
Aus dem Alltag
ausgeschnitten
zeigen die Farben
und Formen träumend
kaum die Dinge
Buntpapier
im Hintergrund
Plein Soleil (2024)
Pringles im Farbenrausch
umschattetes
Wölbungsspiel
auf bunten Flächen
wundersam arrangiert
großformatig an der Wand
sind das noch Dinge?
Papyrus (2025)
Keine Hieroglyphen
Nur Kurven
interagieren
ausgeschnitten
Im Farbenspiel
Linear in den Blick
gehängt