Menu Close

Photo-Filme / Photo Movies

Diesmal habe ich es andersrum gemacht, als man heut so recherchiert. Zuerst meine Top 10 der Photo-Filme zusammengestellt und dann die KI gefragt, und siehe da. Mehr als 80% Übereinstimmung. Wobei es da einige Filme gibt, die mir nichts sagen oder die ich noch nicht gesehen habe. Die habe ich entweder wegelassen oder auf meine „ToSee“-Liste gesetzt.

Fangen wir mit den Filmen an, die ich schon besprochen habe oder über deren Protagonisten hier schon berichtet wurde, z.B. der Klassiker von Hitchcock aus dem Jahr 1954 „Das Fenster zum Hof /Rear Window“ . Darin geht es um den Fotojournalisten Jeff. Dieser ist nach einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen. Aus Langeweile beobachtet er durch das Fenster seiner Wohnung das Geschehen im Hinterhof seiner Apartmentanlage in Greenwich Village. Das anfängliche Vergnügen über die Marotten seiner Nachbarn weicht allmählich einer obsessiven Neugier. Ein filmisches Meisterwerk.

Auch über „Die Fotografin“ gedreht von Ellen Kuras (2023) habe ich schon geschrieben. Diese packende Nacherzählung von Lee Millers Erlebnissen als Kriegsphotographin ist absolut empfehlenswert.

Der Film „Annie Leibovitz: Life Through a Lens“  von ihrer Schwester Barbara Leibovitz zeigt auf eindrucksvolle Weise die Arbeit und das Schaffen der Fotografin. Es kommen zahlreiche Prominente zu Wort und es sind großartige Szenen über die Arbeit von Leibovitz zu sehen. Über den Film hab ich noch nichts geschrieben aber über die Protagonistin.

Einer meiner Lieblingsfilme über einen meiner Lieblingsphotographen Saul Leiter ist “In no great Hurry”, den man hier kaufen/leihen kann.

Was mich selbst sehr erstaunt hat, weil ich die Geschichte rauf und runter recherchiert habe, ist, dass ich noch nie etwas über Vivian Maier  geschrieben habe. Den Film „Finding Vivian Maier“ kann man sich online anschauen. Vivian Maier hat späte Berühmtheit erlangt, nachdem der Makler John Maloof auf einer Auktion einen Koffer voller Negative ersteigert hat. Der Film zeichnet den Weg von Maloof nach, wie er zu dem kleinen Schatz gelangt, Fotos entwickeln lässt und sich auf die Reise begibt, um herauszufinden, wer Vivian Maier war.

Ein Film, den ich noch nicht gesehen habe, über dessen Protagonisten ich aber schon geschrieben habe ist „Das Flüstern der Wälder“ über Vincent Munier den Naturphotographen. Auf jeden Fall ein „must see“.

Einen Klassiker, den ich früh gesehen habe, der mich damals aber eher verwirrt als inspiriert hat ist der britische Spielfilm „Blow Up“ von Michelangelo Antonioni aus dem Jahre 1966. Er hat beim Filmfestival 1967 in Cannes den Hauptpreis gewonnen. Der Film spielt in den Swinging Sixties in London. Der Fotograf Thomas ist ein erfolgreicher Fashion-Fotograf. Doch ist er gelangweilt von der Szene und so arbeitet er nebenbei an einem Bildband über Straßenfotografie. Die Arbeit führt ihn auch in die Szene von London. Der Clou ist, dass aufgrund von Vergrößerungen eines im Park geschossenen Bildes ein Mord aufgedeckt werden soll.

Ein Film, von dem ich denke, dass ich ihn im Kino gesehen habe, wo ich mir aber dann doch nicht ganz sicher bin, ist der Film „City of God“. Er basiert auf wahren Begebenheiten. Es geht um das von Gewalt und Bandenkriegen geprägte Leben in den Armenvierteln von Rio de Janeiro. Das Drehbuch orientiert sich an dem gleichnamigen Roman von Paulo Lins, der selbst in der „Stadt Gottes“ aufwuchs. Buscapé, der Protagonist des Filmes lässt im Fotolabor der Redaktion seinen privaten Film entwickeln, auf dem einzigartige Nahaufnahmen sind. Versehentlich werden diese abgedruckt und Buscapé erhält die Chance seines Lebens: Fotograf für eine Zeitung zu sein.

This time, I did things the opposite way of how people usually do research these days. First, I put together my top 10 photography-themed movies, and then I asked the AI—and lo and behold, there was more than an 80% match. That said, there are a few movies that don’t ring a bell or that I haven’t seen yet. I either left those out or added them to my “ToSee” list.

Let’s start with the films I’ve already reviewed or whose protagonists have been featured here before, such as Hitchcock’s 1954 classic “Rear Window”. It’s about photojournalist Jeff, who is confined to a wheelchair after an accident. Out of boredom, he watches the goings-on in the backyard of his apartment complex in Greenwich Village through his window. His initial amusement at his neighbors’ quirks gradually gives way to an obsessive curiosity. A cinematic masterpiece.

I’ve also written about “The Photographer,” directed by Ellen Kuras (2023). This gripping retelling of Lee Miller’s experiences as a war photographer is highly recommended.

The film “Annie Leibovitz: Life Through a Lens” by her sister Barbara Leibovitz impressively showcases the photographer’s work and creative process. Numerous celebrities share their thoughts, and there are fantastic scenes showcasing Leibovitz’s work. I haven’t written anything about the film yet, but I have written about the protagonist.

One of my favorite films about one of my favorite photographers, Saul Leiter, is “In No Great Hurry,” which you can buy or rent here.

What really surprised me—since I’ve researched the story inside and out—is that I’ve never written anything about Vivian Maier. You can watch the film “Finding Vivian Maier” online. Vivian Maier achieved posthumous fame after real estate agent John Maloof purchased a suitcase full of negatives at an auction. The film traces Maloof’s journey as he discovers this little treasure, has the photos developed, and sets out to find out who Vivian Maier was.

A film I haven’t seen yet but have already written about its protagonist is “The Whispering of the Forests” about Vincent Munier, the nature photographer. Definitely a “must-see.”

A classic I saw early on, but which confused me more than it inspired me at the time, is the British feature film “Blow Up” by Michelangelo Antonioni from 1966. It won the top prize at the 1967 Cannes Film Festival. The film is set in London during the Swinging Sixties. Thomas is a successful fashion photographer. But he’s bored with the scene, so he works on the side on a photo book about street photography. This work also takes him into London’s underground scene. The twist is that a murder is uncovered thanks to enlargements of a photo taken in a park.

One film I think I saw in the theater, though I’m not entirely sure, is “City of God”. It is based on true events. It depicts life in the slums of Rio de Janeiro, marked by violence and gang wars. The screenplay is based on the novel of the same name by Paulo Lins, who himself grew up in the “City of God.” Buscapé, the film’s protagonist, has his private film developed in the editorial office’s photo lab, which contains unique close-ups. These are accidentally printed, and Buscapé gets the chance of a lifetime: to be a photographer for a newspaper.

Da ich ein Mediendinosaurier bin und keinen (!) einzigen Streaming-Dienst abonniert habe gibt es in meinem Haushalt DVDs vor allem über Photographen. Neben einer Filmsammlung über Cartier-Bresson vor allem auch ein Film über Robert Doisneau „Das Auge von Paris“. Doisneau hatte einen besonderen Sinn für die einfachen Freuden des Lebens sowie für die Sorgen und Nöte der Menschen. Als Photograph besaß Doisneau die besondere Gabe, unterhaltsame Vorkommnisse, charismatische Charaktere, humoristische Augenblicke und Momente der Zuneigung mit seiner Kamera einzufangen. Die Regisseurin des Films, Clémentine Deroudille, ist eine Enkelin Doisneaus. Daher hat ihr Film einen sehr privaten und familiären Zugang zu bisher unveröffentlichten Materialien aus dem Nachlass.

Außerdem in meiner DVD-Sammlung: Die Andreas Gursky-Doku von Jan Schmidt-Garre „Long Shot Close Up“ über den ich natürlich auch schon geschrieben habe und Josef Sudek, der Poet mit der Kamera“ . sowie den Ralph Goertz Film „Stephen Shore“ über dessen Bücher ich berichtet habe und seit meinem Artikel über Diane Arbus noch „Fur“ von Steven Shainberg, der ihr Leben hollywoodesk nacherzählt.

Im Rahmen des Fotoherbst 2023 haben wir im lokalen Kurtheater  folgende Filme gezeigt (alle sehenswert): Einmal Koudelka shooting holy Land“ Gilad Baram begleitet den berühmten tschechischen Fotografen Josef Koudelka über fünf Jahre auf seinen Reisen nach Israel. Dann ein Film über Sebastião Salgado. Das Salz der Erde ist eine Dokumentation über Salgados Leben und Werk in der Co-Regie von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado. Darüber habe ich auch schon mal was geschrieben. Und schließlich „Augen blicke: Gesichter einer Reise“, ein lustiger, aber auch nachdenklich stimmender Film. Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Landschaften verwandeln sich in Bühnen. JR war auch schon in Pforzheim. Darüber haben Harald und Michael hier berichtet.

Since I’m a media dinosaur and don’t subscribe to a single (!) streaming service, the DVDs in my collection are mostly about photographers. In addition to a film collection on Cartier-Bresson, there is also one about Robert Doisneau, “The Eye of Paris”. Doisneau had a special sense for the simple joys of life as well as for people’s worries and hardships. As a photographer, Doisneau possessed the special gift of capturing entertaining events, charismatic characters, humorous moments, and moments of affection with his camera. The film’s director, Clémentine Deroudille, is Doisneau’s granddaughter. As a result, her film offers a very personal and intimate look at previously unpublished material from the estate.

Also in my DVD collection: Jan Schmidt-Garre’s Andreas Gursky documentary “Long Shot Close Up”, about which I have, of course, already written and “Josef Sudek, the Poet with the Camera”. As well as the Ralph Goertz film “Stephen Shore”, about whose books I’ve written and, since my article on Diane Arbus , I’ve also own “Fur” by Steven Shainberg, which retells her life in a Hollywood-style narrative.

As part of Fotoherbst 2023, we screened the following films at the local Kurtheater (all worth seeing): First, “Koudelka Shooting Holy Land”. Gilad Baram accompanies the famous Czech photographer Josef Koudelka on his travels to Israel over a period of five years. Then a film about Sebastião Salgado. “The Salt of the Earth” is a documentary about Salgado’s life and work, co-directed by Wim Wenders and Juliano Ribeiro Salgado. I’ve written about it before. And finally, “Faces Places”, a funny yet thought-provoking film. The 89-year-old iconic director Agnès Varda and the 33-year-old street artist JR set out in their unique photo van to discover and immortalize the people of France: in larger-than-life portraits on building facades, trains, and shipping containers. Landscapes are transformed into stages. JR has also been to Pforzheim. Harald and Michael reported on that here.

Zum Schluss noch einige Filme, die ich noch nicht gesehen, über die ich bisher nur gelesen habe:

Ein Klassiker über die Street-Fotografie ist „Everybody Street“ by Cheryl Dunn von 2013.
Über New Yorks Straßenfotografie-Szene mit Interviews u.a. von Bruce Gilden, Martha Cooper und Joel Meyerowitz.

Dann noch Garry Winogrand: „All Things Are Photographable“ von Sasha Waters Freyer, 2018  zeigt Winogrands obsessive Arbeitsweise – er hinterließ über 6.500 Filme – diese wird in dem Film ebenso beleuchtet wie seine ambivalente Haltung zu Frauen und Familie.

Sicher auch sehenswert ist ein Film über Daido Moriyama The Past is always new, the Future is always nostalgic“  Japan 2021, von Gen Iwama.

Oder „VICTOR“  über einen gehörlosen ukrainischen Kriegsfotografen von Olivier Sarbil 2024, ukrainische und russische Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Ein Spielfilm, den ich gern sehen würde, ist “OneHourPhoto”  mit Robin Williams.

Schreibt eure Lieblings Photo-Filme gern in die Kommentare!

Es ist eine wilde Mischung geworden, zumal der Artikel über Monate, wenn nicht Jahre organisch gewachsen ist, dementsprechend nicht aus einem Guss. Zumindest kann man sich so sicher sein, dass Ihn ein Mensch geschrieben hat.

Finally, here are a few films I haven’t seen yet, but have only read about so far:

A classic on street photography is Everybody Street” by Cheryl Dunn from 2013. It explores New York’s street photography scene with interviews featuring Bruce Gilden, Martha Cooper, Joel Meyerowitz, and others.

Then there’s Garry Winogrand: “All Things Are Photographable by Sasha Waters Freyer, 2018, explores Winogrand’s obsessive working methods—he left behind over 6,500 rolls of film—as well as his ambivalent attitude toward women and family.

Also definitely worth seeing is a film about Daido Moriyama, “The Past is always new, the Future is always nostalgic”, Japan 2021, by Gen Iwama.

Or “VICTOR” about a deaf Ukrainian war photographer by Olivier Sarbil (2024), in the original Ukrainian and Russian with English subtitles.

One feature film I’d love to see is “OneHourPhoto”  starring Robin Williams.

Feel free to list your favorite photo-related movies in the comments!

It’s turned into a wild mix, especially since the article has grown organically over months, if not years, and isn’t exactly cohesive as a result. At least this way you can be sure that a human being wrote it.

Translated with the help of DeepL.com 


Discover more from www.photo-philosophy.net

Subscribe to get the latest posts sent to your email.

4 Comments

  1. Bernhard

    Hallo Rolf, ergänzend empfehle ich Perfect Days von Wim Wenders, eine schöne Meditation u.a. über Fotografie. Grüße aus RT.

    • Rolf Noe

      Au ja, den hab ich gesehen. Just perfect. Und stimmt, da war ja die kleine analoge Kamera im Park. Grüße zurück!

  2. kopfundgestalt

    Mir fiel gestern der Film “Das ferne Land Utopia” von 1983 ein, vielleicht aus heutiger Sicht ein handwerklich nicht überzeugender Film. Aber damals bewegte mich der Film sehr und blieb mir immer in Erinnerung.

Leave a Comment / Schreib einen Kommentar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.