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Guest galery

Einfahrten Serie II / Entrances Series II

weitere Bilder von Harald Spies

Einfahrten gehören eigentlich sich zu den eher unspektakulären Fotosujets. Einfahrten werden normalerweise nicht als Räume wahrgenommen. Sie dienen dem Transit. Wer hat schon Erinnerungen an Einfahrten? 

Warum aber haben sie eine solche Anziehungskraft auf mich, dass ich nun eine zweite Serie online stelle? Es ist dieses Gefühl von Nicht-Ort, das sich bei mir einstellt, wenn ich Einfahrten fotografiere. Und ich mag diesen einfachen aber wirkungsvollen Trick, etwas zum Bild und dadurch sichtbar zu machen. Dem Betrachter bleibt die Mühe – oder das Vergnügen – in diesen Bildern Individualität und überraschende Details zu entdecken.

Entrances actually belong to the rather unspectacular photo subjects. Entrances are normally not perceived as spaces. They are used for transit. Who has memories of driveways? 

But why do they have such an attraction for me that I am now putting a second series online? It is this feeling of non-place that comes to me when I photograph driveways. And I like this simple but effective trick to make something visible by converting it to a picture. The viewer is left with the effort – or the pleasure – to discover individuality and surprising details in these pictures.

Mohn und Gedächtnis

Eine Bilderserie von Christian Siclovan (die beim Schömberger Fotoherbst 2019 ausgestellt war)

Es war ein lichtdurchfluteter Tag im Sommer 2019, als an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze die Bilder für die Serie „Mohn und Gedächtnis“ entstanden sind.

Die eisernen Statuen auf dem Weg der Hoffnung, die Todeszone, der Eiserne Zaun entlang der ehemaligen Grenze. Sind das alles nur Zeugen vergangener Zeiten? Ist der Eiserne Vorhang noch immer in uns präsent?

Warum “Mohn”? Roter Mohn als Symbol für vergossenes Blut. Mohn als Opiat, um Schmerz und Erinnerungen zu lindern. Rot als Farbe der Hoffnung.

Warum “Gedächtnis”? Weil man an einem solchen geschichtsträchtigen Ort nicht anders kann als der Vergangenheit zu gedenken,  über die Gegenwart zu reflektieren, und über die Zukunft nachzudenken.

Warum „Mohn und Gedächtnis“? In Anlehnung an Paul Celans gleichnamigen Gedichtband, der – für immer – an Verlust, Trennung und Schmerz erinnern soll.

Sound of light

Drei-Bild-Serien von Stefan M.

Mein Kontakt zu Rolf entstand über seinen Stream auf Flickr, seine “Tripics”-Gruppe und diesen sehr guten Fotografieblog. Ein Resultat daraus ist hier mein Beitrag in der Gastgallerie.

Eine längere Abhandlung über mich, meine fotografischen Arbeiten und Beweggründe vielleicht an anderer Stelle.

Die Form meiner Veröffentlichungen in “Drei-Bild-Serien” war für mich schnell logisch. Ein oder zwei Fotos reichen meiner Meinung nach meistens einfach nicht aus, um ein Thema, einen Ort, oder ein Objekt/Subjekt aussagekräftig oder angemessen darzustellen. Ich finde es schade viel interessantes “Material” zu verschenken…

Vier Fotos dagegen überspannen den Bogen oft und können schon “ermüdend” wirken. Für die Dreibildserien verwende ich statt fotografisch übliche Bezeichnungen, lieber einen Begriff aus der musikalischen Terminologie – nämlich den Akkord!

Einzelne Töne ergeben einen zusammenhängenden Klang, der anders ist als die einzelnen Töne. Er kann wohlklingend sein, aber ebenso dissonant.

My contact to Rolf was established through his stream on Flickr, his “Tripics” group and this very good photography blog. One result of this is my contribution to the guest gallery.

A longer essay about me, my photographic work and motivations perhaps elsewhere.

The form of my publications in “Three Picture Series” was quickly logical for me. In my opinion, one or two photos are usually not enough to make a theme, a place, or an object/subject meaningful or adequately represented. I find it a pity to give away a lot of interesting “material”…

Four photos, on the other hand, often span the arch and can be “tiring”. For the three-picture series, I prefer to use a term from musical terminology – the chord – instead of the usual photographic terms.

Individual tones result in a coherent sound that is different from the individual tones. It can be melodious, but also dissonant.

 

Die Tischtennisplatten von Neu-Ehrenfeld

Bilder von Andreas Helweg (www.andreas-helweg.de)

Die Mini-Serie „Die Tischtennisplatten von Neu-Ehrenfeld“ entstand für eine kleine Ausstellung im „Wicleff“, einer unserer Veedelskneipen. Die Tischtennisplatten stehen dort eigentlich schon immer, doch mit der neuen „Draußen-Sport-Begeisterung“ werden sie bemerkenswert häufig benutzt. Der Hintergrund der drei TT-Platten, die ich aufgetrieben habe, gab zudem einen schönen Überblick über die Architektur, die im Viertel vorherrscht, Gründerzeitbauten für die besser Betuchten und dann ab den 30er-Jahren Reihenhäuser für Gutverdiener.

Ich ergänze das Ganze mit Bildern aus der Serie: „A 57. Fotografische Selbstgespräche.“ Die A57 begrenzt Neu-Ehrenfeld an einer Seite und führt fast bis in die Kölner Innenstadt. Wie ein breiter Fluss zieht sie sich durch die Stadt und ist nur über Brücken zu überqueren. Mir erscheint sie manchmal genauso trennend wie der Rhein, der das linksrheinische vom rechtsrheinischen Köln trennt.

Mehr zum konzeptionellen Hintergrund im erläuternden Beitrag.

The mini-series “The tennis tables of Neu-Ehrenfeld” was created for a small exhibition in “Wicleff”, one of our Veedels bars. The tennis tables have always been there, but with the new `outdoor sports enthusiasm´ they are remarkably frequently used. The background of the three TT plates, which I have found, also gave a nice overview of the architecture that prevails in the district, Gründerzeitbauten for the better-off and then from the 30s, terraced houses for good earners.

 

I complete the whole with pictures from the series: “A 57th Photographic self-talk.” The A57 limits Neu-Ehrenfeld on one side and leads almost to the center of Cologne. Like a wide river, it runs through the city and can only be crossed over bridges. It sometimes seems as divisive to me as the Rhine, which separates the left bank of the Rhine from the right bank of Cologne.

More about the conceptual background in the explanatory post.

Gegenlicht in Schwarzweiß/ Backlit black&white

von Klaus Diegel

Im Zeitalter der Digitalfotografie sind auch Gegenlichtaufnahmen keine besondere Herausforderung mehr. Die Apparate geben eine sofortige Rückmeldung und sind zum Teil mit automatisierten Korrekturroutinen und HDR-Funktionen versehen, die mich immer wieder begeistern. Aber: Sind wir noch Menschen, die mit einer Kamera ausgestattet sind, oder lediglich „verlängerte Selbstauslöser“ der immer perfekter werdenden Apparate und ist unser Verhalten ein „automatisches Kamera-Funktionieren“ (Flusser 1983) geworden? Ist der Rückgriff auf analoge Looks, auf Schwarzweiß und die Suche nach extremen Lichtsituationen ein Versuch dem Mahlstrom geschönter, künstlich wirkender Bilder zu entrinnen und sich nicht von der „Gier des Apparats“ verschlingen zu lassen, nicht selbst zum Apparat zu werden?
Vermutlich beruht meine Bevorzugung von Schwarzweiß eher auf einer zurückliegenden langjährigen Einwirkung chemischer Substanzen in langen Dunkelkammersitzungen (dahin möchte ich nicht mehr zurück) und meiner Schwäche mich in Farbkreisen zurecht zu finden.

In the age of digital photography, backlight images are no special challenge anymore. The apparatuses give an immediate Feedback and work partly with automated correction routines and HDR features that inspire me again and again. But are we still people who are equipped with a camera, or only “prolonged self-timer” of ever selfperfecting Apparatus and our behavior has become an “automatic Camera functioning “(Flusser 1983) ? Is the resort to analog looks, black and white and the search for extreme Light situations an attempt to escape the maelstrom ameliorated, artificial, effective images and not to be overwhelnmed by the “greed of the apparatus” to devour, not to become the apparatus itself? Presumably, my preference for black and white is more based on one past long-term exposure to chemical substances in long-term Darkroom meetings (I do not want to go back there) and my weakness in coping with color circles.

Wiederbelebt

Von Dominique Grosse

Lewis Wickes Hine (1874-1940) war ein amerikanischer Soziologe und Photograph. Er nutzte seine Kamera um Kinder zu photographieren. Mit den Photos wollte er gegen die damals noch als normal empfundene Kinderarbeit in Amerika angehen. Um an die Bilder zu kommen musste er sich allen möglichen Gefahren aussetzen. Dominique Grosse hat diese inzwischen lizenzfreien Bilder in der Library of congres entdeckt und ist auf die phantastische Idee gekommen diese wieder zum Leben zu erwecken indem er ihnen Farbe verleiht. Die Ergebnisse sind wie fast alle Werke von Dominique berührend und verstörend zugleich. Mehr Bilder von ihm findet ihr hier

Einfahrten

von Harald Spies

Es sind Räume des Transits. Sie werden aufgesucht, um rasch wieder verlassen zu werden. Sichtbar, doch weitgehend ungesehen und unbeachtet gehören sie zu den Non Places, den Nicht-Orten. Nur im Bild, losgelöst von ihrer Umgebung, sieht man ihren teils surrealen Reiz. Mehr Bilder von Harald hier.

Goergetown Streetart

von Andi Bäuerle

Voller Vorfreude hatte ich mich auf die Street Art von Georgetown vorbereitet. Diese Stadt hat sich zu einem Zentrum für Straßenkunst in Südostasien entwickelt. Einige der Motive hatte ich  recherchiert und mich auf ein ablichten vorbereitet. Vor Ort musste ich jedoch feststellen das der Trubel rund um die Bilder so groß war, das meine geplanten Umsetzungen wegen der vielen Menschen nicht möglich war. So habe ich die Menschen mit in meine Aufnahmen einbezogen. Im Nachhinein stellte ich fest, das mir  Street Photographie so noch besser gefällt. Mehr Bilder von Andi hier.