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Guest galery

Die Tischtennisplatten von Neu-Ehrenfeld

Bilder von Andreas Helweg (www.andreas-helweg.de)

Die Mini-Serie „Die Tischtennisplatten von Neu-Ehrenfeld“ entstand für eine kleine Ausstellung im „Wicleff“, einer unserer Veedelskneipen. Die Tischtennisplatten stehen dort eigentlich schon immer, doch mit der neuen „Draußen-Sport-Begeisterung“ werden sie bemerkenswert häufig benutzt. Der Hintergrund der drei TT-Platten, die ich aufgetrieben habe, gab zudem einen schönen Überblick über die Architektur, die im Viertel vorherrscht, Gründerzeitbauten für die besser Betuchten und dann ab den 30er-Jahren Reihenhäuser für Gutverdiener.

Ich ergänze das Ganze mit Bildern aus der Serie: „A 57. Fotografische Selbstgespräche.“ Die A57 begrenzt Neu-Ehrenfeld an einer Seite und führt fast bis in die Kölner Innenstadt. Wie ein breiter Fluss zieht sie sich durch die Stadt und ist nur über Brücken zu überqueren. Mir erscheint sie manchmal genauso trennend wie der Rhein, der das linksrheinische vom rechtsrheinischen Köln trennt.

Mehr zum konzeptionellen Hintergrund im erläuternden Beitrag.

The mini-series “The tennis tables of Neu-Ehrenfeld” was created for a small exhibition in “Wicleff”, one of our Veedels bars. The tennis tables have always been there, but with the new `outdoor sports enthusiasm´ they are remarkably frequently used. The background of the three TT plates, which I have found, also gave a nice overview of the architecture that prevails in the district, Gründerzeitbauten for the better-off and then from the 30s, terraced houses for good earners.

 

I complete the whole with pictures from the series: “A 57th Photographic self-talk.” The A57 limits Neu-Ehrenfeld on one side and leads almost to the center of Cologne. Like a wide river, it runs through the city and can only be crossed over bridges. It sometimes seems as divisive to me as the Rhine, which separates the left bank of the Rhine from the right bank of Cologne.

More about the conceptual background in the explanatory post.

Gegenlicht in Schwarzweiß/ Backlit black&white

von Klaus Diegel

Im Zeitalter der Digitalfotografie sind auch Gegenlichtaufnahmen keine besondere Herausforderung mehr. Die Apparate geben eine sofortige Rückmeldung und sind zum Teil mit automatisierten Korrekturroutinen und HDR-Funktionen versehen, die mich immer wieder begeistern. Aber: Sind wir noch Menschen, die mit einer Kamera ausgestattet sind, oder lediglich „verlängerte Selbstauslöser“ der immer perfekter werdenden Apparate und ist unser Verhalten ein „automatisches Kamera-Funktionieren“ (Flusser 1983) geworden? Ist der Rückgriff auf analoge Looks, auf Schwarzweiß und die Suche nach extremen Lichtsituationen ein Versuch dem Mahlstrom geschönter, künstlich wirkender Bilder zu entrinnen und sich nicht von der „Gier des Apparats“ verschlingen zu lassen, nicht selbst zum Apparat zu werden?
Vermutlich beruht meine Bevorzugung von Schwarzweiß eher auf einer zurückliegenden langjährigen Einwirkung chemischer Substanzen in langen Dunkelkammersitzungen (dahin möchte ich nicht mehr zurück) und meiner Schwäche mich in Farbkreisen zurecht zu finden.

In the age of digital photography, backlight images are no special challenge anymore. The apparatuses give an immediate Feedback and work partly with automated correction routines and HDR features that inspire me again and again. But are we still people who are equipped with a camera, or only “prolonged self-timer” of ever selfperfecting Apparatus and our behavior has become an “automatic Camera functioning “(Flusser 1983) ? Is the resort to analog looks, black and white and the search for extreme Light situations an attempt to escape the maelstrom ameliorated, artificial, effective images and not to be overwhelnmed by the “greed of the apparatus” to devour, not to become the apparatus itself? Presumably, my preference for black and white is more based on one past long-term exposure to chemical substances in long-term Darkroom meetings (I do not want to go back there) and my weakness in coping with color circles.

Wiederbelebt

Von Dominique Grosse

Lewis Wickes Hine (1874-1940) war ein amerikanischer Soziologe und Photograph. Er nutzte seine Kamera um Kinder zu photographieren. Mit den Photos wollte er gegen die damals noch als normal empfundene Kinderarbeit in Amerika angehen. Um an die Bilder zu kommen musste er sich allen möglichen Gefahren aussetzen. Dominique Grosse hat diese inzwischen lizenzfreien Bilder in der Library of congres entdeckt und ist auf die phantastische Idee gekommen diese wieder zum Leben zu erwecken indem er ihnen Farbe verleiht. Die Ergebnisse sind wie fast alle Werke von Dominique berührend und verstörend zugleich. Mehr Bilder von ihm findet ihr hier

Einfahrten

von Harald Spies

Es sind Räume des Transits. Sie werden aufgesucht, um rasch wieder verlassen zu werden. Sichtbar, doch weitgehend ungesehen und unbeachtet gehören sie zu den Non Places, den Nicht-Orten. Nur im Bild, losgelöst von ihrer Umgebung, sieht man ihren teils surrealen Reiz. Mehr Bilder von Harald hier.

Goergetown Streetart

von Andi Bäuerle

Voller Vorfreude hatte ich mich auf die Street Art von Georgetown vorbereitet. Diese Stadt hat sich zu einem Zentrum für Straßenkunst in Südostasien entwickelt. Einige der Motive hatte ich  recherchiert und mich auf ein ablichten vorbereitet. Vor Ort musste ich jedoch feststellen das der Trubel rund um die Bilder so groß war, das meine geplanten Umsetzungen wegen der vielen Menschen nicht möglich war. So habe ich die Menschen mit in meine Aufnahmen einbezogen. Im Nachhinein stellte ich fest, das mir  Street Photographie so noch besser gefällt. Mehr Bilder von Andi hier.